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Informationen zum neuen Abonnement

Spielzeit 2021 / 2022

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Abonnementbüro

Stadthalle Korntal
Tel: 07 11 / 83 67 - 25 10
info@stadthalle-korntal.de

Kulturreferentin Melanie Thamm-Beck

Liebe Abonnentinnen und Abonnenten, liebe Kulturfans,
 
seit 37 Jahren gibt es in der Stadthalle Korntal ein Theater-Abonnement. Eine wertvolle Tradition für alle, die Kultur lieben. Das Abonnement hat so manche Finanzkrise überstanden und wurde vom Gemeinderat auch in Zeiten leerer Kassen nie ernsthaft in Frage gestellt. Und deshalb lassen wir uns nun auch nicht von einer Pandemie unterkriegen. Viele Kommunen werden das Abo auch in der Saison 2021/2022 aussetzen oder zeigen einen radikal reduzierten Spielplan. Das machen wir nicht.
Wir haben voll Zuversicht auf die Wirkung der Impfungen und Testungen ein wie immer hochkarätiges Abonnement zusammengestellt, denn wir glauben, dass Kultur ein unverzichtbares Lebensmittel ist!
Wir freuen uns, dass die meisten geplanten Stücke, die in der letzten Saison nicht gezeigt werden konnten, nun auf dem Spielplan der kommenden Spielzeit stehen.
Sollten ab Herbst weiterhin Abstandsregelungen gelten, kommt unsere „Corona Bestuhlung“ zum Einsatz. Es gibt dann weniger Reihen und nur 30% der ursprünglichen Sitzplatzkapazität. Sollten die Kartenbestellungen die Kapazität der verfügbaren Plätze übersteigen, bieten wir eine Zusatzvorstellung an. Entweder am gleichen Tag oder zu einem anderen Termin. Wir freuen uns, dass wir ab sofort bei Theateraufführungen unsere neuen Grenzflächenmikrofone einsetzen können, die für eine bessere Sprachverständlichkeit sorgen werden. 

Auf dieser extra Seite der Homepage stellen wir Ihnen die Stücke des neuen Abonnements vor.
Lassen Sie sich inspirieren von den Texten und Filmen und stellen Sie dann Ihr persönliches Abonnement zusammen.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Vorfreude dabei und wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Herbst in der Stadthalle Korntal.

SMS für Dich, Freitag, 02.10.2020, 20 Uhr

Leider musste Stefan Bockelmann seine Teilnahme an der Produktion „SMS für Dich“ coronabedingt absagen.
Mit „Armin Riahi“ hat die Komödie am Altstadtmarkt einen adäquaten Ersatz gefunden. 

Romantische Komödie nach dem Roman von Sofie Cramer mit Joanna Semmelrogge, Mandy-Marie Mahrenholz, Magdalena Steinlein und Armin Riahi, Komödie am Altstadtmarkt.

Dass Kinofilme für die Theaterbühne bearbeitet werden, ist weit verbreitet. So ist auch die Vorlage dieses Stückes ein Kinofilm, der im Jahr 2016 große Erfolge feierte.

Die Bühnenfassung hatte im Herbst 2019 Premiere und wurde vom Publikum und der Presse gelobt.
„Boulevardtheater vom Feinsten mit Niveau und Tiefgang“ schrieb die Presse. Und darum geht’s:
„Was ich dir noch sagen will...“ Nach einem heftigen Streit verschwindet Claras Freund ohne ein Wort. Kurz darauf erfährt sie, dass Ben auf tragische Weise ums Leben gekommen ist. Dabei hatte er ihr erst vor wenigen Wochen einen Heiratsantrag gemacht! Clara ist am Boden zerstört. Erst als sie vor Sehnsucht beginnt, Ben täglich eine SMS zu schreiben, findet sie allmählich wieder Halt. Obwohl Ben die Nachrichten nicht mehr erreichen, geben sie ihr das Gefühl, noch mit ihm verbunden zu sein. Und plötzlich erhält sie sogar Antworten… Was Clara bis dahin nicht weiß: Bens Nummer wurde inzwischen neu vergeben. Und so landen ihre Nachrichten nicht im Jenseits, sondern bei Dauersingle und Wirtschaftsjournalist Sven. Obwohl er für Romantik eigentlich so gar nichts übrig hat, berühren ihn die Nachrichten so sehr, dass er sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Absenderin macht...
Clara kommt einfach nicht über den Verlust ihrer großen Liebe Ben hinweg, der vor zwei Jahren bei einem Autounfall gestorben ist. Selbst ihrer forschen Mitbewohnerin Katja gelingt es nur mühsam, ihre Freundin zurück ins Leben zu manövrieren. Stattdessen schreibt Clara voller Wehmut SMS an Bens alte Handynummer und obwohl Ben jetzt tot ist, geben die Nachrichten, die sie ihm schickt, ihr das Gefühl, noch mit ihm verbunden zu sein. Und plötzlich erhält sie sogar Antworten… Was Clara bis dahin nicht weiß: Bens Nummer wurde inzwischen neu vergeben. Und so landen ihre Nachrichten nicht im Jenseits, sondern bei Dauersingle Sven. Obwohl er für Romantik eigentlich so gar nichts übrig hat, berühren ihn die Nachrichten so sehr, dass er sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Absenderin macht... Arbeitskollegin Hilke hilft ihm mit ihren Verkupplungsversuchen auf die Sprünge und auch Claras beste Freundin Katja unterstützt mit Leibeskräften. 

Die komödiantischen Elemente bilden mit der romantischen Liebesgeschichte die perfekte Balance und zaubern Ihnen einen rundherum zu Herzen gehenden Theaterabend auf die Bühne! Fiebern, leiden und lachen Sie also mit Clara und Sven und freuen Sie sich auf einen ebenso romantischen, wie witzigen und herzergreifenden Schlagabtausch!
Mit Joanna Semmelrogge, Magdalena Steinlein und Armin Riahi sind gleich mehrere fernsehbekannte Darsteller zu sehen.  Joanna Semmelrogge erlangte durch ihre Mitwirkung bei der ARD Telenovela „Rote Rosen“ große Bekanntheit. 
Armin Riahi wirkte neben zahlreichen Theaterengagements in zahlreichen TV Produktionen wie „Verbotene Liebe“, „Unter uns“, „Für alle Fälle Stefanie“ mit. 
Magdalena Steinleind spielte Neben Episodenrollen in verschiedenen Fernsehformaten die Hauptrolle der Luisa Reisiger in der Telenovela „Sturm der Liebe“.

Good bye Lenin, Freitag, 19.11.2021, 20 Uhr

Bühnenstück von Bernd Lichtenberg nach dem Film von Wolfgang Becker,
Ensemble der Württembergischen Landesbühne Esslingen

Wieder einmal ist die Landesbühne Esslingen schnell gewesen und hat sich die Uraufführungsrechte der Bühnenfassung nach dem gleichnamigen Erfolgsfilm gesichert. Und so erleben wir auf der Bühne der Stadthalle Korntal eine Geschichte, die die Tragweite der Wiedervereinigung, besonders für die Ostdeutschen, einbezieht, ohne die DDR nostalgisch zu verklären.

Die DDR lebt weiter, auf 79 qm – und zwar in der Wohnung von Familie Kerner. Denn kurz vor dem Mauerfall hat Christiane Kerner, eine selbstbewusste und verdiente Aktivistin der Deutschen Demokratischen Republik und Anhängerin Gorbatschows, einen Herzinfarkt erlitten und schlägt erst nach neun Monaten im Koma wieder die Augen auf. Den historischen Moment der Wende und den Siegeszug des Kapitalismus hat sie regelrecht verschlafen. Hat nicht mitbekommen, wie West-Autos den Osten überrollen, wie Fast-Food-Ketten Einzug halten und Coca Cola Jahrzehnte des Sozialismus einfach wegschwemmt. Wie die einen hadern, während die anderen erschreckend schnell die Mechanismen des Kapitalismus erlernen.
Doch für Christianes Sohn Alex, der sehr an seiner Mutter hängt, ist klar: Sie darf von alledem nichts mitbekommen. Schon die kleinste Aufregung kann zu viel sein für ihr schwaches Herz. Und so lässt er im häuslichen Plattenbau mit Unterstützung seiner Schwester und seines Kollegen die DDR für seine Mutter wieder auferstehen. Anfänglich fällt das noch leicht, doch die Veränderungen draußen sind nicht mehr aufzuhalten. Alex muss notgedrungen improvisieren und so erfindet er eine ganz eigene Version der Ereignisse.
Die Württembergische Landesbühne hat sich die Uraufführungsrechte der Bühnenfassung nach dem gleichnamigen Erfolgsfilm gesichert und zeigt nun als erste das Stück auf der Bühne, das auf unterhaltsame Weise Familien- und Zeitgeschichte miteinander verwebt.

Der Sittich, Sonntag, 12.12.2021, 19 Uhr

Komödie von Audrey Schebat mit Michaela May und Peter Prager, Komödie im Bayerischen Hof München
Mit ganz besonderem Charme hat Michaela May extra für die Stadthalle Korntal einen kleinen Filmgruß geschickt.

Französische Autoren sind bekannt für ihre brillanten Konversationskomödien. Mit feinem Gespür für den absurd komischen Alltag von Paarbeziehungen gewährt uns Audrey Schebat einen intimen Blick hinter die Kulissen eines Ehestreits und stellt die konventionellen Rollenbilder genüsslich auf den Kopf. Ring frei für eine Paartherapie par excellence in einer absolut exklusiven Besetzung.
Und darum geht’s: Ein Mann und eine Frau sitzen vor dem Fernseher, der Tisch ist festlich gedeckt, die Kerzen brennen, man nascht von den Hors d’Œvres - David und Catherine müssen ja gleich da sein.
Da klingelt das Handy. David entschuldigt sich, sie könnten nicht kommen: Einbrecher seien bei ihnen eingestiegen, Catherines Garderobe, ihr Schmuck und ein echter Degas von ihrem Großvater seien weg. Sie selbst sei auch noch nicht zu Hause - merkwürdigerweise - und er warte jetzt auf die Polizei.
Zuerst ist da nur Mitleid mit den Freunden - schrecklich, die Vorstellung, dass Fremde in der eigenen Wohnung… Aber, was sollen das für Einbrecher sein, die Damenkleidung stehlen? Warum fehlt nichts von David? Und wo steckt Catherine? Eigentlich gibt es nur eine Lösung: Catherine hat David verlassen! Nur - warum?
Da legt die Frau die Karten auf den Tisch: Sie sei es, die zusammen mit ihrer Freundin diesen Plan ausgeheckt habe, um ihr zur Flucht zu verhelfen vor David, der sie in einen goldenen Käfig gesteckt und dabei ständig betrogen habe, und sie wünsche sich, auch so viel Mut zu habe wie Catherine, um auszubrechen aus ihrer Beziehung mit einem lieblosen, untreuen, herrschsüchtigen Mann!
Der ist noch wie vor den Kopf geschlagen, da klingelt das Telefon, und Catherine ruft an…
Wir freuen uns, dass Michaela May einmal wieder in der Stadthalle Korntal gastiert. Die mehrfach preisgekrönte Schauspielerin (u.a. Grimme-Preis, Ehren-Bambi) stand schon als Kind vor der Kamera und ist heute eines der bekanntesten TV Gesichter Deutschlands. Sie war in Serien wie „Monaco Franze“, „Kir Royal“, „Tatort“ und „Polizeiruf 110“ u.v.a. zu sehen und wirkte in vielen Theaterproduktionen u.a. in der Komödie am Bayerischen Hof und der Komödie am Kurfürstendamm in Berlin mit.
Peter Prager spielt in „Der Sittich“ den Ehemann von Michaela May. Man kennt ihn vor allem durch seine TV-Auftritte in der Krimiserie „Nord bei Nordwest“, „in aller Freundschaft“ etc.
Peter Prager studierte Schauspiel an der Städtischen Theaterschule in Leipzig. Es folgten Engagements am Schauspielhaus Leipzig, am Volkstheater Rostock, am Landestheater Altenburg sowie am Stadttheater Würzburg.
Er ist regelmäßig in unzähligen Filmen und Serien im Fernsehen zu sehen, u.a. Krimiserie Nord bei Nordwest, in aller Freundschaft etc.

Neujahrskonzert, Sonntag, 09.01.2022, 20 Uhr

Mit dem Alt-Wiener Strauß Ensemble, Sopran: Jeanette Wernecke, Tenor: Daniel Szeili, Moderation: Peter Gorges, Leitung: Ralf Kulling
Wer sich das Ensemble vorerst ins Wohnzimmer holen will, kann dies mithilfe dieses Links tun.

Mit einem Neujahrskonzert das Jahr zu begrüßen hat auch in der Stadthalle Korntal Tradition.
Ein gern gesehener Gast ist immer wieder das Alt-Wiener Strauß Ensemble und nachdem wir 2021 auf dieses Konzert verzichten mussten, ist die Vorfreude umso größer.
 
Das in seiner Zusammensetzung in der Bundesrepublik einzigartige Ensemble, welches die Musik der Strauss-Dynastie, Joseph Lanners und seiner Zeitgenossen in der Alt-Wiener Besetzung interpretiert, wurde 1972 von Konzertmeister Arthur Kulling und 11 Mitgliedern des Württembergischen Staatsorchesters Stuttgart gegründet. Im  September 2001 übernahm sein Sohn Ralph die Leitung des Ensembles.
Arthur Kullings authentisch klingende Rekonstruktionen verloren gegangener oder vernichteter Strauss'scher Originalarrangements für die kleine Besetzung verleihen dem Ensemble einen besonderen Stellenwert. Seit der Vernichtung eines Großteils des Notenmaterials der Strauss - Kapellen (im Jahr 1906 wurden viele der einmaligen handschriftlichen Originalnoten verbrannt) ist der ursprüngliche intime Klang vieler Strauss'scher Kompositionen erstmals wieder annähernd "original" zu hören.
Das Repertoire des Ensembles umfasst weit über 280 Werke (ca. 18 Stunden reine Musik). Die erfolgreichsten und wirkungsvollsten Stücke sind auf mittlerweile 8 CDs exclusiv bei dem Label Edition HERA veröffentlicht.

Alte Liebe: Sittler & Millowitsch, Sonntag, 20.02.2022, 19 Uhr

Szenische Lesung aus "Alte Liebe" - von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder mit Walter Sittler und Mariele Millowitsch.
Walter Sittler hat dem Publikum der Stadthalle Korntal eine kurze Filmbotschaft geschickt. Diesen Film hat Herr Sittler schon vor einem Jahr erstellt und er nennt noch den alten Auftrittstermin, der coronabedingt nicht stattfinden konnte. Es gilt der oben genannte neue Termin.

Walter Sittler ist ein vielbeschäftigter Schauspieler. Zunächst engagiert an den Kammerspielen München und im Staatsschauspiel Stuttgart, begann seine Karriere als Schauspieler im TV und in einigen Kinofilmen im Jahr 1995. Die Produktion „Nikola“ bei RTL erhielt u.a. den Grimme Preis und Walter Sittler den deutschen Fernsehpreis als bester Schauspieler in einer Comedy. Die Serien „Girl Friends“, „Nikola“ sowie die Reihen „Ein Fall für den Fuchs“ und „Der Kommissar und das Meer“ haben ihn, neben vielen anderen Filmen, einem breiten Publikum bekannt gemacht.
Mariele Millowitsch, Tochter des berühmten Volksschauspielers Willy Millowitsch stand schon als Kind auf der Bühne des familieneigenen Theaters in Köln. Sie studierte zunächst Tiermedizin, kehrte aber nach ihrer Promotion im Jahr 1991 auf die Bühne zurück. Eine Hauptrolle in der erfolgreichen ZDF-Serie „Girl Friends“ bedeutete für Mariele Millowitsch 1995 den Durchbruch als Fernsehschauspielerin und brachte ihr 1996 einen „Goldenen Löwen“ als beste Serienschauspielerin und 1999 eine Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis ein. Weitere Fernsehpreise folgten für die Titelrolle in der Sitcom „Nikola“ (1997 bis 2005). Ab 2006 war Mariele Millowitsch als „Familienanwältin“ zu sehen. Aktuell ermittelt sie als Marie Brand in der gleichnamigen Krimi-Reihe des ZDF.
Das sind Mariele Millowitsch und Walter Sittler. Zwei fantastische Schauspieler und als Duo einfach hinreißend. Nach gemeinsamen Fernseherfolgen mit „Girlfriends“ und „Nikola“ stehen die beiden jetzt gemeinsam auf der Bühne für die szenische Lesung aus dem Roman „Alte Liebe“ von Elke Heidenreich und Bernd Schröder.

Mit klugem Witz und heiterem Ernst erzählen die beiden die Geschichte einer in die Jahre gekommenen Liebe. Was ist geblieben nach 40 Jahren Ehe? Sind wir die, die wir gern wären? Und, was soll das eigentlich alles? Fragen über Fragen, denen Lore und Harry nicht länger ausweichen können. In umwerfenden Dialogen und mit viel Selbstironie lesen Mariele Millowitsch und Walter Sittler Szenen einer Ehe, in der sich wohl ganze Generationen wiedererkennen können.
Ein Abend der Extraklasse.

Sophie Scholl: Die letzten Tage, Freitag, 25.03.2022, 20 Uhr

Schauspiel nach dem gleichnamigen Film. Landesbühne Rheinland Pfalz

Im Jahr 2021 wäre Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden. Zum Gedenken an diese mutige Widerstandskämpferin sollte das Stück in der Saison 2020/2021 kurz vor Sophie Scholls Geburtstag aufgeführt werden. Leider fiel auch diese Aufführung der Pandemie zum Opfer.
Mitten zur Zeit des dritten Reiches formiert sich eine studentische Widerstandsgruppe – Die Weiße Rose – die zum Aufstand gegen die Nazi-Diktatur aufruft. Der innere Kreis bestehend aus den beiden Geschwistern Hans und Sophie Scholl, Alexander Schmorell, Christoph Probst, Willi Graf sowie dem Universitätsprofessor Kurt Huber druckt dafür in einem Raum auf einer alten Matrizenmaschine Flugblätter, die per Post verschickt werden.
Als plötzlich aufgrund des fortschreitenden Krieges keine Briefumschläge zu bekommen sind, kommen die Geschwister auf eine mutige aber gefährliche Idee…
 
Die Landesbühne konnte das Stück zwar proben aber nie vor Publikum aufführen. Das Theater hat die Entstehung des Bühnenstückes in filmischen Produktionstagbüchern festgehalten, die Lust machen auf ein packendes Theaterstück nach dem Drehbuch von Fred Breinersdorfer, das 2005 mit Julia Jentsch in der Hauptrolle international ausgezeichnet wurde. Das Stück orientiert sich an den originalen Verhörprotokollen von Hans und Sophie Scholl. Ein erschütterndes Zeitdokument, das zeigt, zu welchem Widerstand junge Menschen fähig sein können.

Ewig jung, Freitag, 06.05.2022, 20 Uhr

Ein Songdrama von Erik Gedeon, Landesbühne Esslingen

„Man ist so alt wie man sich fühlt! Und ich hab mich nicht mehr so jung gefühlt, seit ich fünfundneunzig war !“
Wir schreiben das Jahr 2070, die Württembergische Landesbühne Esslingen hat bereits vor Jahren den Theaterbetrieb eingestellt und dient nun als Altersheim für das mittlerweile recht hochbetagte ehemalige Schauspielensemble. Allabendlich treffen sie sich nun vor dem Eisernen Vorhang und legen das Zeugnis einer längst vergangenen, glorreichen Epoche ab, während sie auf der Bühne ihr altes Theaterblut wieder in Wallungen bringen. So bleibt zumindest die Unterhaltung in der selbstgewählten Altersresidenz nicht auf der Strecke. In einer kollektiven Retrospektive blicken sie auf ihre vergangenen Bühnenerfolge zurück, erleben noch einmal ihre großen Rollen, verstricken sich in alte Zankereien und widmen sich dabei auch den musikalischen Meisterwerken ihrer Jugend – von „Forever Young“ über „I will survive“ lassen sie selbst im Ruhestand die Bretter erzittern, die die Welt bedeuten. Eigentlich könnte der Lebensabend so schön sein, wäre da nicht die strenge Pflegeschwester, die sie mit Kinderliedern und Beiträgen über die Vergänglichkeit des Seins quält.
Mit scharfzüngigem Humor und abwechslungsreicher Musik hat Erik Gedeon ein vielfach umjubeltes Songdrama – eine Mischung aus Theaterstück und Liederabend - geschaffen, das auf spielerische Weise Theaterklischees parodiert. Das Stück hat in Deutschland inzwischen Kultstatus und ist somit bestens als Abschlussstück der Saison 2021/2022 geeignet.