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Spielzeit 2020 / 2021

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Stadthalle Korntal
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Ein Volksfeind, Dienstag, 10.11.2020, 20 Uhr

Schauspiel von Henrik Ibsen, Ensemble der Badischen Landesbühne
Die badische Landesbühne Bruchsal ist regelmäßig zu Gast in der Stadthalle Korntal und ein Garant für solide Inszenierungen von „Klassikern“ und wichtigen Stücken der Theaterliteratur. Dazu gehört auch „Der Volksfeind“.
Der Intendant der Badischen Landesbühne Carsten Ramm hat für Sie in seiner Videobotschaft viel Interessantes zu berichten über das Stück.

Über 130 Jahre ist Ibsens Volksfeind alt, doch das Stück liest sich wie das Drehbuch zu einem Politthriller aus unserer Zeit. Ein neu gebautes Kurbad beschert dem kleinen Küstenort Millionen von Touristen. Die Stadt ist am Aufblühen. Die Wirtschaft wächst. Doch dann macht Thomas Stockmann, der Badearzt des Ortes, eine Entdeckung, die das Ende des neugewonnenen Wohlstandes der Stadt bedeutet. Das Wasser der Badeanstalt ist verunreinigt und führt zu zahlreichen Krankheitsfällen unter den Kurgästen. Stockmann teilt diese Entdeckung seinem Bruder, dem Stadtrat, mit, dieser jedoch versucht Thomas mundtot zu machen, zum Wohle der Stadt. Für die Sanierungsarbeiten fehlt Geld und sollten diese Informationen die Öffentlichkeit erreichen, wäre es das Ende des Kurortes. Trotz aller Drohungen beginnt Thomas seinen Kampf für die Wahrheit und das Wohl der Stadt. Zunächst erhält er Unterstützung doch schon bald lassen die wirtschaftlichen Argumente Presse und Bürgerschaft umschwenken und er wird als Volksfeind diffamiert.
Wann schlägt Wahrheitsfindung in Fanatismus um? Volksfreund oder Volksfeind - das ist hier die Frage. Ibsen schuf einen packenden „Ökokrimi“ und eine glasklare Analyse über Machtstrukturen und (Des-)Informationspolitik. Das Stück erzählt vom Konflikt zwischen Wahrheit und Profit sowie von einer politischen Radikalisierung und stellt grundsätzliche Fragen unserer Demokratie: Hat die Mehrheit immer Recht? Haben wir außer Wohlstand und Wachstum keine Träume mehr? Haben Idealisten heute überhaupt noch eine Chance?

Der Sittich, Samstag, 05.12.2020, 20 Uhr

Komödie von Audrey Schebat mit Michaela May und Peter Prager, Komödie im Bayerischen Hof München
Mit ganz besonderem Charme hat Michaela May extra für die Stadthalle Korntal einen kleinen Filmgruß geschickt.

Französische Autoren sind bekannt für ihre brillanten Konversationskomödien. Mit feinem Gespür für den absurd komischen Alltag von Paarbeziehungen gewährt uns Audrey Schebat einen intimen Blick hinter die Kulissen eines Ehestreits und stellt die konventionellen Rollenbilder genüsslich auf den Kopf. Ring frei für eine Paartherapie par excellence in einer absolut exklusiven Besetzung.
Und darum geht’s: Ein Mann und eine Frau sitzen vor dem Fernseher, der Tisch ist festlich gedeckt, die Kerzen brennen, man nascht von den Hors d’Œvres - David und Catherine müssen ja gleich da sein.
Da klingelt das Handy. David entschuldigt sich, sie könnten nicht kommen: Einbrecher seien bei ihnen eingestiegen, Catherines Garderobe, ihr Schmuck und ein echter Degas von ihrem Großvater seien weg. Sie selbst sei auch noch nicht zu Hause - merkwürdigerweise - und er warte jetzt auf die Polizei.
Zuerst ist da nur Mitleid mit den Freunden - schrecklich, die Vorstellung, dass Fremde in der eigenen Wohnung… Aber, was sollen das für Einbrecher sein, die Damenkleidung stehlen? Warum fehlt nichts von David? Und wo steckt Catherine? Eigentlich gibt es nur eine Lösung: Catherine hat David verlassen! Nur - warum?
Da legt die Frau die Karten auf den Tisch: Sie sei es, die zusammen mit ihrer Freundin diesen Plan ausgeheckt habe, um ihr zur Flucht zu verhelfen vor David, der sie in einen goldenen Käfig gesteckt und dabei ständig betrogen habe, und sie wünsche sich, auch so viel Mut zu habe wie Catherine, um auszubrechen aus ihrer Beziehung mit einem lieblosen, untreuen, herrschsüchtigen Mann!
Der ist noch wie vor den Kopf geschlagen, da klingelt das Telefon, und Catherine ruft an…
Wir freuen uns, dass Michaela May einmal wieder in der Stadthalle Korntal gastiert. Die mehrfach preisgekrönte Schauspielerin (u.a. Grimme-Preis, Ehren-Bambi) stand schon als Kind vor der Kamera und ist heute eines der bekanntesten TV Gesichter Deutschlands. Sie war in Serien wie „Monaco Franze“, „Kir Royal“, „Tatort“ und „Polizeiruf 110“ u.v.a. zu sehen und wirkte in vielen Theaterproduktionen u.a. in der Komödie am Bayerischen Hof und der Komödie am Kurfürstendamm in Berlin mit.
Peter Prager spielt in „Der Sittich“ den Ehemann von Michaela May. Man kennt ihn vor allem durch seine TV-Auftritte in der Krimiserie „Nord bei Nordwest“, „in aller Freundschaft“ etc.
Peter Prager studierte Schauspiel an der Städtischen Theaterschule in Leipzig. Es folgten Engagements am Schauspielhaus Leipzig, am Volkstheater Rostock, am Landestheater Altenburg sowie am Stadttheater Würzburg.
Er ist regelmäßig in unzähligen Filmen und Serien im Fernsehen zu sehen, u.a. Krimiserie Nord bei Nordwest, in aller Freundschaft etc.

Neujahrskonzert, Sonntag, 10.01.2021, 19 Uhr

Mit dem Alt-Wiener Strauß Ensemble, Sopran: Jeanette Wernecke, Tenor: Daniel Szeili, Moderation: Peter Gorges, Leitung: Ralf Kulling
Wer sich das Ensemble vorerst ins Wohnzimmer holen will, kann dies mithilfe dieses Links tun.

Mit einem Neujahrskonzert das Jahr zu begrüßen hat auch in der Stadthalle Korntal Tradition.
Alle zwei Jahre laden wir ein zu Johann Strauß und co. und ein gern gesehener Gast ist immer wieder das Alt-Wiener Strauß Ensemble.
Das in seiner Zusammensetzung in der Bundesrepublik einzigartige Ensemble, welches die Musik der Strauss-Dynastie, Joseph Lanners und seiner Zeitgenossen in der Alt-Wiener Besetzung interpretiert, wurde 1972 von Konzertmeister Arthur Kulling und 11 Mitgliedern des Württembergischen Staatsorchesters Stuttgart gegründet. Im September 2001 übernahm sein Sohn Ralph die Leitung des Ensembles.
Arthur Kullings authentisch klingende Rekonstruktionen verloren gegangener oder vernichteter Strauss'scher Originalarrangements für die kleine Besetzung verleihen dem Ensemble einen besonderen Stellenwert. Seit der Vernichtung eines Großteils des Notenmaterials der Strauss - Kapellen (im Jahr 1906 wurden viele der einmaligen handschriftlichen Originalnoten verbrannt) ist der ursprüngliche intime Klang vieler Strauss'scher Kompositionen erstmals wieder annähernd "original" zu hören.
Das Repertoire des Ensembles umfasst weit über 280 Werke (ca. 18 Stunden reine Musik). Die erfolgreichsten und wirkungsvollsten Stücke sind auf mittlerweile 8 CDs exclusiv bei dem Label Edition HERA veröffentlicht.

Alte Liebe: Sittler & Millowitsch, Sonntag, 28.02.2021, 19 Uhr

Szenische Lesung aus "Alte Liebe" - von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder mit Walter Sittler und Mariele Millowitsch.
Walter Sittler hat dem Publikum der Stadthalle Korntal eine kurze Filmbotschaft geschickt.

Walter Sittler ist ein vielbeschäftigter Schauspieler. Zunächst engagiert an den Kammerspielen München und im Staatsschauspiel Stuttgart, begann seine Karriere als Schauspieler im TV und in einigen Kinofilmen im Jahr 1995. Die Produktion „Nikola“ bei RTL erhielt u.a. den Grimme Preis und Walter Sittler den deutschen Fernsehpreis als bester Schauspieler in einer Comedy. Die Serien „Girl Friends“, „Nikola“ sowie die Reihen „Ein Fall für den Fuchs“ und „Der Kommissar und das Meer“ haben ihn, neben vielen anderen Filmen, einem breiten Publikum bekannt gemacht.
Mariele Millowitsch, Tochter des berühmten Volksschauspielers Willy Millowitsch stand schon als Kind auf der Bühne des familieneigenen Theaters in Köln. Sie studierte zunächst Tiermedizin, kehrte aber nach ihrer Promotion im Jahr 1991 auf die Bühne zurück. Eine Hauptrolle in der erfolgreichen ZDF-Serie „Girl Friends“ bedeutete für Mariele Millowitsch 1995 den Durchbruch als Fernsehschauspielerin und brachte ihr 1996 einen „Goldenen Löwen“ als beste Serienschauspielerin und 1999 eine Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis ein. Weitere Fernsehpreise folgten für die Titelrolle in der Sitcom „Nikola“ (1997 bis 2005). Ab 2006 war Mariele Millowitsch als „Familienanwältin“ zu sehen. Aktuell ermittelt sie als Marie Brand in der gleichnamigen Krimi-Reihe des ZDF.
Das sind Mariele Millowitsch und Walter Sittler. Zwei fantastische Schauspieler und als Duo einfach hinreißend. Nach gemeinsamen Fernseherfolgen mit „Girlfriends“ und „Nikola“ stehen die beiden jetzt gemeinsam auf der Bühne für die szenische Lesung aus dem Roman „Alte Liebe“ von Elke Heidenreich und Bernd Schröder.
Mit klugem Witz und heiterem Ernst erzählen die beiden die Geschichte einer in die Jahre gekommenen Liebe. Was ist geblieben nach 40 Jahren Ehe? Sind wir die, die wir gern wären? Und, was soll das eigentlich alles? Fragen über Fragen, denen Lore und Harry nicht länger ausweichen können. In umwerfenden Dialogen und mit viel Selbstironie lesen Mariele Millowitsch und Walter Sittler Szenen einer Ehe, in der sich wohl ganze Generationen wiedererkennen können.
Ein Abend der Extraklasse.

Sophie Scholl: Die letzten Tage, Dienstag, 30.03.2021, 20 Uhr

Weisse Rose
Weisse Rose

Schauspiel nach dem gleichnamigen Film mit Claude-Oliver Rudolph u.v.a. Landesbühne Rheinland Pfalz

Mitten zur Zeit des dritten Reiches formiert sich eine studentische Widerstandsgruppe – Die Weiße Rose – die zum Aufstand gegen die Nazi-Diktatur aufruft. Der innere Kreis bestehend aus den beiden Geschwistern Hans und Sophie Scholl, Alexander Schmorell, Christoph Probst, Willi Graf sowie dem Universitätsprofessor Kurt Huber druckt dafür in einem Raum auf einer alten Matritzenmaschine Flugblätter, die per Post verschickt werden.
Als plötzlich aufgrund des fortschreitenden Krieges keine Briefumschläge zu bekommen sind, kommen die Geschwister auf eine mutige aber gefährliche Idee…
Im Jahr 2021 wäre Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden. Die Landesbühne Rheinland-Pfalz zeigt Betty Hensels packendes Theaterstück nach dem Drehbuch von Fred Breinersdorfer, das 2005 mit Julia Jentsch in der Hauptrolle international ausgezeichnet wurde. Das Stück orientiert sich an den originalen Verhörprotokollen von Hans und Sophie Scholl. Ein erschütterndes Zeitdokument, das zeigt, zu welchem Widerstand junge Menschen fähig sein können.
Gegen die schweigende Masse. Für die Freiheit der Gedanken. Spannend bis zur letzten Sekunde. Top aktuell. Große Besetzung. Ein wichtiger, bewegender Theaterabend!

Komplexe Väter, Mittwoch, 05.05.2021, 20 Uhr

Komödie von René Heinersdorff mit Jochen Busse, Hugo Egon Balder, René Heinersdorff, Maike Bollow und Katarina Schmidt, Komödie am Kurfürstendamm, Berlin
Jochen Busse und René Heinersdorff haben einen sehr amüsanten Filmbeitrag beigesteuert.

Jochen Busse und Hugo Egon Balder auf einer Bühne! Gemeinsam sind die beiden „komplexe Väter“ – Eltern, die gerne über ihre erwachsenen Kinder sprechen, aber nur selten mit ihnen. Erfolgsautor René Heinersdorff gelingt mit diesem Stück eine wunderbare Konversationskomödie mit Tiefgang und Humor.
Um endlich den neuen Freund ihrer Tochter Nadine kennen zu lernen, organisiert Ute ein Familientreffen. Dazu lädt sie auch Erik ein, den leiblichen Vater von Nadine. Utes Lebensgefährte Anton ist fassungslos. War er es doch, der von Anfang an die Rolle des Vaters für Nadine übernommen hat! Und von Erik hält er sowieso nichts.
Doch als Nadines Freund Björn endlich auftaucht, schließen die beiden Streithähne Waffenstillstand. Denn Björn ist gute 25 Jahre älter als „ihre“ Tochter, und das finden die beiden gar nicht komisch.
Der Autor Renée Heinersdorff, der Balder und Busse die Rollen auf den Leib geschrieben hat, versteht sein Handwerk. Der Text hat eine großartige Pointen-Dichte und jongliert er mit den für guten Boulevard lebensnotwendigen Klischees, ohne in Plattitüden abzurutschen. Jochen Busse als auf Sicherheit bedachter Erzieher, und Hugo Egon Balder in der Rolle des unzuverlässigen Erzeugers; als doppelte Nebenbuhler in Bezug auf Mutter und Tochter liefern ihre Gefechte reichlich Zündstoff und somit Anlass zu gut gesetzten Boshaftigkeiten.
Ob als Moderator und Produzent von Erfolgssendungen wie „Alles nichts, oder?!“ und „Genial Daneben“ oder als Comedian auf der Theaterbühne – stets trifft Hugo Egon Balder den Geschmack seines Publikums.
Bereits 1985 stand der in Berlin ausgebildete Schauspieler neben Harald Schmidt als Mitglied des Kabarett-Ensembles des renommierten Düsseldorfer „Ko(m)mödchens“ auf der Bühne.
Seine Vielseitigkeit stellte er außerdem in den frühen Tagen des Privatfernsehens als Moderator der RTL-Show „Tutti Frutti“ unter Beweis. Als TV-Produzent war der Wahlkölner zwischen 1993–1998 unter anderem für die Kult-Sendung „RTL Samstag Nacht“ verantwortlich. Später wechselte er seinen Haussender und begeistert seitdem regelmäßig mit seinen Formaten auch bei SAT.1 ein Millionenpublikum.
Jochen Busse darf man nach über 54 Bühnenjahren als „Kabaretturgestein“ bezeichnen.
Zehn Jahre war er Moderator in „7 Tage, 7 Köpfe“ und erhielt dafür den Deutschen Comedypreis. Parallel wirkte er in 86 Folgen von „Das Amt“ als Hagen Krause mit und wurde mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk schon mal vier Jahre vorher mit dem Deutschen Comedypreis künstlerisch frühpensioniert. Seit dem Rentenalter widmet sich Jochen Busse ausschließlich seinen Hobbys. Als da wären: preisgekrönte Kabarettprogramme und Theater spielen. Für die Rolle des Anton in „Komplexe Väter“ wurde er 2019 für den Theaterpreis „Faust“ nominiert.
Jürgen Busse war zuletzt in der Spielzeit 2017-2018 mit dem Stück „Der Pantoffel Panther“ in der Stadthalle Korntal zu Gast. - das hat er allerdings schon wieder vergessen, wie man auf seiner Grußbotschaft sieht. Nach seinem zweiten Auftritt wird er uns nicht mehr vergessen...

Kulturbonbon: Tanz der Puppen mit Tim Becker, Sonntag, 14.03.2021, 19 Uhr

Die Kunst des Bauchredens

Tim Becker haucht als Bauchredner seinen Puppen Leben ein – und plötzlich finden sich die Zuschauer in einer verrückten Wohngemeinschaft wieder, in der Situationen häufig mal aus dem Ruder laufen. Kein Wunder, wenn sich miesgelaunte Gestalten, coole Musikstars, halluzinierende Kiffer, sprechende Lebensmittel oder herzerwärmende Angsthasen eine Bude teilen.
Als einer der gefragtesten Bauchredner im deutschsprachigen Raum ist Tim Becker gern gesehener Gast auf der Bühne, dem Fernsehbildschirm und bei den unterschiedlichsten Events. Seine Puppen sorgen für unzählige skurrile, aber auch nachdenkliche Momente. Hier prallen wilde Partys und ausgeprägter Sinn für Ordnung, exzentrischer Narzissmus und Anstand, Größenwahn und knallharte Fakten aufeinander. Doch wenn es darauf ankommt, stehen alle füreinander ein.
Wer Tim Becker und den Tanz der Puppen erlebt, kann sich auf einen Abend mit bester Unterhaltung gefasst machen. Freuen Sie sich darauf, wenn der Künstler die Kontrolle über seine Puppen verliert und ein Selbstgespräch zu einem Bauchtalk mit ordentlichem Wortwitz mutiert!