Rathaus
Das imposante Fachwerkgebäude mit Kelter aus dem Jahr 1687 wurde auf dem Platz des 1644 im Krieg zerstörten Gebäudes neu aufgebaut. Bei der umfassenden Renovierung 1956/57 wurde die ursprünglich sieben Meter hohe Kelter entfernt, eine großzügige Innentreppe eingebaut und ein Zwischengeschoss eingefügt. Damit konnte die Anzahl der Amtsräume verdoppelt werden. Seit der Gemeindereform 1975 befindet sich hier der Sitz des Bürger- und Liegenschaftsamt sowie der Verwaltungsstelle.
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Johanneskirche
Um 1488 erbaut, gehörte der Turm eventuell schon zu einer 1275 erwähnten Pfarrkirche. Im 30-jährigen Krieg wurde die Kirche schwer beschädigt und zwischen 1645 und 1650 wieder aufgebaut. Von der ursprünglichen Wehrmauer ist nur noch die 1982 renovierte nördliche Stützmauer vorhanden. Die Außentreppe zur Empore wurde 1965 abgebrochen, weitere Renovierungen wurden 1987 durchgeführt. Im Innenraum sind Fresken und Grabmale des Münchinger Adels zu sehen.
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Alte Schule
Das 1643 mit anderen Gebäuden im Ortskern abgebrannte Schulgebäude wurde bis 1650 wieder aufgebaut, 1844 abgerissen und völlig neu errichtet. Noch 1964 wurde das Gebäude als Schule genutzt. Seit Juni 1986 ist das Heimatmuseum Münchingen in der alten Schule untergebracht. Die Renovierung verdeckte die ehemalige Nutzung als Schule nicht, Deckenöffnungen vermitteln dem Besucher einen Eindruck von historischen Bauweisen.
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Widdumhof
Die Erträge aus dem Widdumhof dienten der Versorgung des Pfarrers. Der Widdumhof (Haus, Scheune, Hof und Gemüsegarten) war im 30jährigen Krieg abgebrannt und erst allmählich wieder aufgebaut worden. 1757 standen um den Widdumhof zwei Wohnhäuser mit Scheunen, das Pfarrhaus und die Pfarrscheuer. 1987 wurden die Gebäude abgerissen und das Gelände mit dem Bürgerhaus "Widdumhof" neu überbaut.
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Hengel-Haus
Das mächtige Fachwerkgebäude mit der charakteristischen Hausstaffel hat mehrere landwirtschaftlich genutzte Nebengebäude und wurde zwischen 1714 und 1728 auf einer Brandstätte neu aufgebaut. Bis 1812 war es als Gastwirtschaft "Zum Hirsch" Münchingens erste Adresse. Das Anwesen hat sich in den letzten 200 Jahren fast nicht mehr verändert. Es ist in achter Generation in Besitz einer Familie und wird gegenwärtig von Grund auf renoviert.
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Glöckle
Das im Volksmund "Glöckle" genannte Gebäude, ein gestelztes Wohnstallhaus, hat seinen Namen von einem Dachreiter über dem Ostgiebel mit einer kleinen Glocke aus dem Jahr 1780. Das Anwesen ist 1565 erstmals erwähnt als "Stubers Hof", das Glöckle ist ein Hinweis darauf, dass der Eigentümer von Haus und Hof Schultheiß im Ort war. In der Tat versahen die Besitzer Schmalzried und später Schaible über viele Jahre das höchste Amt in der Dorfverwaltung.
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Schloßgasse 18
Das Gebäude ist ein typisches Münchinger Bauernhaus. Über dem gemauerten Kuh- und Pferde- oder Ochsenstall ist ein "gestelztes", also aus Fachwerk aufgebautes Wohnhaus. Weil Sichtfachwerk dem Zeitgeschmack nicht mehr entsprach, wurde es in jüngerer Zeit meist verputzt. An der Rückseite des Hofes liegt eine große Fachwerkscheuer, hier ist sie unterkellert, dem Wohnhaus gegenüber befinden sich Schuppen und Schweinestall.
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Backhaus
Das Backhaus in der Hinteren Gasse wurde 1844 als erstes von insgesamt 3 Backhäusern, die es in Münchingen gab, gebaut, und ist als einziges übriggeblieben. Die Backhäuser am Rathaus und an der Wette wurden 1956 und 1969 abgebrochen. Auf Drängen der Oberämter wurden in den Jahren nach 1830 aus Gründen des Feuerschutzes und der Holzersparnis in fast allen Gemeinden der Umgebung Backhäuser gebaut. Das Backhaus ist noch in Betrieb.
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Spitalhof
Die Esslinger Spitalbruderschaft hatte spätestens seit 1278 Besitz in Münchingen, erworben durch Schenkungen und Zukäufe und wurde dadurch zur größten Grundbesitzerin in Münchingen. Der früher mit einer Mauer umgebene Hofkomplex umfasste Wohnhäuser, Hofraum, Scheunen und Stallungen. Das Wohngebäude des Spitalhofs wurde 1562 errichtet und später ausgebaut. Seit 1557 war der Hof im Besitz der Herzöge von Württemberg, heute ist er in Privatbesitz.
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Münchinger Schloß
Das alte Schloß, ein viereckiger Bau mit Treppenturm im Besitz der Freiherrn von Münchingen wurde 1558 auf den Grundmauern einer 1304 erstmals erwähnten Burg aufgebaut. 1733 ging der Besitz an den Freiherrn von Harling über, der auf den Resten eines älteren Baus das neue Schloß, ein kleines Barockschloß mit Rokokoschmuck und Mansardendach, aufrichten ließ. Altes und Neues Schloß sind durch einen Fruchtkasten und Stallgebäude verbunden.
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